Historie

1554 erste Feuerverordnung u.a. für Burg durch den Herzog zu Jülich, Cleve und Berg

Großbrand in Unterburg am 27./28. Dezember 1808: Acht Häuser in der unteren Schloßbergstraße mit den dazugehörigen Scheunen brennen bis auf die Grundmauern nieder.

Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Burg an der Wupper am 14. November 1825.

Erlaß einer Feuerlöschordnung für die Bürgermeisterei Burg am 22. März 1836 durch Bürgermeister Mardersteck.

Zwei Feuerlöschkompanien mit 20 Freiwilligen werden am 19. Dezember 1836 zusammengestellt.

1869 und 1898 wiederholte Neugründungen einer „Freiwilligen Burger Feuerwehr“, da bisher Übungen nicht abgehalten wurden, nur bei Bränden waren alle zur Stelle.

Am 19. August 1898 gibt die Stadt Burg erstmalig Feuerwehruniformen aus.

Gruppenbild 1904

Eintritt zahlreicher neuer Freiwilligen am 15. September 1914, um die Einberufung fast aller Mitglieder zum Wehrdienst aufgrund des 1. Weltkrieges auszugleichen.

Großbrand von Schloß Burg am 04. November 1920: Die Feuerwehren aus dem heutigen Wuppertal, Remscheid und Wermelskirchen konnten zusammen mit der Burger Feuerwehr die Katastrophe nicht verhindern. Der Wassermangel und die Unmöglichkeit des Zusammenarbeitens der einzelnen Wehren wegen der unterschiedlichen Schlauchkupplungen, machte ein wirkungsvolles Eingreifen unmöglich. Diese Normung wurde reichseinheitlich erst 1934 eingeführt.

1928 bekam die Burger Feuerwehr ihre erste Motorspritze, Fabrikat August Hönig, Köln.

1930 wurde der erste Mannschaftswagen, Fabrikat unbekannt, beschafft.

Während des 2. Weltkrieges wurden die Einberufungen zur Wehrmacht durch den Einsatz der Hitlerjugend ausgeglichen.

1940 wurde der Löschzug Oberburg (Mercedes-Benz LF 8 mit TSA für TS 8) und die Löschgruppe Kellershammer (1500 Liter Lafettenspritze) aufgestellt.

Schwerer Luftangriff am 04. November 1944 auf Solingen und Burg: Alliierte Bomber zerstören die Solinger Innenstadt schwer und bombardieren auch Ziele in Burg bis nach Hünger. Bei Löscharbeiten an der getroffenen Burger Jugendherberge wird der Burger Feuerwehrmann Heinrich Bemboom tödlich durch Bombensplitter verletzt.

Großbrand am 02. Mai 1966: Der Gasthof „Lindenhof“ in Oberburg fällt den Flammen zum Opfer. Zusammen mit den Feuerwehren aus Remscheid, Solingen, Wermelskirchen, Dabringhausen und Opladen gelingt es der Burger Feuerwehr lediglich, ein Übergreifen des Feuers auf die umliegenden Häuser zu verhindern.

Im Juni 1973 bekam die Burger Feuerwehr ein neues TLF 8 (Magirus Deutz), das als einziges in NRW aufgrund einer Sondergenehmigung wegen der großen Burger Waldgebiete, einen Tankinhalt von 1800 Litern hatte.

Am 01. Januar 1975 wurde Burg im Zuge der kommunalen Neugliederung nach Solingen eingemeindet und bekam den offiziellen Namen „ Freiwillige Feuerwehr Solingen, Löschgruppe 8“.

Am 17. August 1975 kam das neue TLF 8 bei Höhrath vom Weg ab und stürzte sich überschlagend 15 Meter die Böschung zur Sengbach-Talsperre hinunter. Glücklicherweise kamen die beiden mitfahrenden Kameraden Dieter Kubis und Peter Sawatzki mit dem Schrecken davon. An dem erst zwei Jahre alten Fahrzeug entstand Totalschaden.

Großbrand am 05. Februar 1976 in Unterburg: Vermutlich durch Brandstiftung wurde das „Hotel Stadt Burg“ ein Raub der Flammen.

Im Mai 1976 konnte das neue Burger Gerätehaus „In der Planke“ bezogen werden.

1986 feierte die Burger Feuerwehr ihr 150. Jubiläum mit einem dreitägigen Fest auf der Wupperinsel.


1996 bekam die Löschgruppe ein LF 16/12 (Iveco Magirus) der Wache I der BF Solingen und ein TLF 16/25-Tr (Mercedes-Benz UNIMOG, Vorführfahrzeug der Fa. Ziegler). Das ehemalige SLF 16 wurde den „Oldtimerfreunden Feuerwehr Solingen e.V.“ übergeben, das ehemalige TLF 16 wurde auf Initiative der Jugendfeuerwehr Solingen der Stadt Thies im Senegal/Afrika gespendet, wobei auch sieben Kameraden der Burger Löschgruppe zur Übergabe mitreisten.

1998: Gasexplosion in Unterburg. Die Gaststätte „Burgklause“ in der Müngstener Straße fliegt nach Manipulation der Gasleitung durch den verschuldeten Inhaber in die Luft.

2001: Mit Inkrafttreten einer neuen Geschäftsordnung der Feuerwehr Solingen wird aus der Löschgruppe 8 die Löscheinheit 8.

2005: Zwei Großbrände in Höhrath und Unterburg:

5 Pferde verbrennen beim Brand eines Pferdestalls in Höhrath.

In Unterburg brennt der Hauptteil der ehemaligen Kugelfabrik Schulte nieder.

2006: Austausch des alten LF 16/12 gegen ein neues LF 20/16. Vier Kameraden der Burger Löscheinheit holen das neue Löschfahrzeug auf Basis MAN bei der Fa. Schlingmann im Werk Dissen ab.

2011: 175. Jubiläum der Burger Feuerwehr

(c) Stefan Irlenbusch